WEBW Neue Energie GmbH

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Creglingen - Klosterwald

Rund 70 interessierte Creglinger Bürger sind der Einladung gefolgt, um sich im Bürgerhaus in Reinsbronn über den aktuellen Projektstand des "Windparks Klosterwald" zu informieren. Eingeladen hatten die WEBW Windenergie Baden-Württemberg GmbH aus Stuttgart, die Firma Wirthwein AG aus Creglingen sowie die MVV Energie AG aus Mannheim. Alle drei Projektentwickler waren kompetent vertreten. So waren von der WEBW die beiden Geschäftsführer Anton Lutz und Markus Schnabel sowie deren Projektleiter Nikolai Licata anwesend. Die Firma Wirthwein AG war durch deren Finanzvorstand Rainer Zepke sowie deren Projektmanager Rainer Schulz vertreten. Die MVV Energie AG wurde durch den zuständigen Manager für Windenergie, Christian Pottebaum vertreten.

Anton Lutz von der WEBW hat das gemeinsame Projekt der drei Entwickler anhand einer Präsentation ausführlich vorgestellt. Nach derzeitiger Planung sollen insgesamt 10 Windenergieanlagen entstehen, die die drei Firmen zusammen planen und entwickeln. Die MVV Energie plant auf privaten Flächen im nordwestlichen Bereich des Klosterwaldes, knapp außerhalb des Waldes eine Anlage. Die Firma Wirthwein plant auf den städtischen Forstflächen im Nordosten des Klosterwaldes zwei Anlagen. Auf Flächen des Staatsforstes plant die WEBW sieben Anlagen. Anton Lutz erläuterte zunächst, dass die derzeit geplante Lage der Anlagen von verschiedenen Faktoren abhängt und bei weitem noch nicht endgültig ist. Fest steht jedoch, dass der vereinbarte Mindestabstand zur Wohnbebauung von 950m die äußere Grenze der möglichen Maßnahmenfläche bleibt. Lutz bestätigte noch einmal die Zusage zur Einhaltung dieses Abstandes, welche die im Windenergieerlass festgelegte 700m-Grenze deutlich übersteigt und dem ausdrücklichen Wunsch der Creglinger Bürger entspricht. Im weiteren Verlauf ging er auf die zu berücksichtigenden Belange der Bundeswehr und des Artenschutzes ein. Mit der Bundeswehr, die mit dem Hubschrauberlandeplatz Niederstetten und der Radar-Luftüberwachung in Lauda in ihren Belangen stark betroffen ist, ist man in konstruktiven Gesprächen. Ein Artenschutzgutachten ist seit Februar in Arbeit. Innerhalb dieses Gutachtens ist von Frühjahr bis Herbst das Brut- und Zugverhalten der Vögel und Fledermäuse zu beobachten und auszuwerten. Die Ergebnisse liegen voraussichtlich im Spätherbst 2013 vor. Auf eine Windmessung kann verzichtet werden. Da in der näheren Umgebung seit Jahren Windenergieanlagen betrieben werden, ist die Datengrundlage für ein Ertragsgutachten so gut, dass auf eine Windmessung verzichtet werden kann. Zwei entsprechende Windgutachten liegen bereits vor.

Im weiteren Verlauf informierte Anton Lutz über die notwendigen Rodungsarbeiten. Die benötigte Fläche hängt im Wesentlichen davon ab, welcher Windrad-Typ gebaut und welche Montageart gewählt wird. Eine Einzelblattmontage der Rotorblätter ist z.B. platzsparender umzusetzen als eine Vormontage der Rotoren am Boden. Da jedoch derzeit noch keine Aussage über den Anlagen-Typ getroffen werden kann, ist eine konkrete Aussage über den Platzbedarf zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Das Thema Verschattung und Schallemission wurde anhand von zwei Grafiken sehr anschaulich erläutert. Auf Grund des großen Abstands der Windkraftstandorte zur Wohnbebauung ist mit einer signifikanten Beeinträchtigung der umliegenden Anwohner nicht zu rechnen. Erforderlichenfalls werden die Anlagen zeitweise abgeschaltet.

Christian Pottebaum erläuterte die Möglichkeiten der Stromableitung und der Parkverkabelung. Die MVV Energie hat dazu bereits entsprechende Anfragen beim Netzbetreiber gestellt. Wichtig für die Zuhörer war, dass die Verkabelung im Boden erfolgt und die Trassen im oder neben dem vorhandenen Wegenetz ausgeführt werden.

Im Anschluss an den Vortrag wurde die Möglichkeit zu Fragen an die drei Firmen ausgiebig, sachlich und sehr interessiert genutzt. Im Wesentlichen wurden gezielte Fragen zu den einzelnen Punkten des Vortrags gestellt. So wurde beispielsweise die Baustellenlogistik thematisiert. Herr Schulz konnte auf Grund seiner langjährigen Erfahrung in der Region diese und andere technische Fragen beantworten. Fragen nach der vorgeschriebenen Beleuchtung konnten ebenso geklärt werden wie Fragen zum ökologischen Ausgleich. Viele Anregungen wurden von den Projektentwicklern aufgenommen, die möglichst in die weiteren Planungen einfließen sollen. 

Gegen Ende des Abends wurden von den drei beteiligten Firmen auf Nachfrage auch die Möglichkeiten der Bürger zur Beteiligung an den Anlagen erläutert. Die Familie Wirthwein plant, eine Anlage zunächst den Mitarbeitern der Firma Wirthwein anzubieten. Darüber hinaus sollen restliche Anteile anderen Creglinger Bürgern angeboten werden.

Die WEBW bekräftigte ihr Angebot, grundsätzlich alle Geschäftsanteile an den Anlagen vorrangig den Creglinger Bürgern anzubieten. Nicht gezeichnete Anteile sollen einem erweiterten Kreis von Interessierten angeboten werden. Ein Vertrieb über den Kapitalmarkt ist nicht vorgesehen. Die WEBW bestätigte auch, sofern möglich selbst in der späteren Betreibergesellschaft  beteiligt zu bleiben. Die Art der Beteiligungsmöglichkeiten bei beiden Entwicklern ist noch unklar, da derzeit eine anstehende Gesetzesänderung noch keine konkreten Aussagen zulässt. Herr Pottebaum erläuterte für die MVV Energie die Möglichkeit, eine indirekte Beteiligung über einen sogenannten Windsparbrief mit fester Verzinsung in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Bank aufzulegen.

Insgesamt wurde sehr positiv aufgenommen, dass die drei Entwickler die Anlagen zusammen in einem Gesamtprojekt planen und umsetzen wollen. Diese Vorgehensweise ist effizient und minimiert sowohl die notwendigen Eingriffe in die Natur als auch eine eventuelle Beeinträchtigungen der Bevölkerung Während der Bauphase.

Tauberzeitung vom 17.04.2013: Unternehmen informieren über Windpark: Ende 2014 soll Strom fließen, von Katharina Gabel (PDF)

Fränkische Nachrichten vom 17.04.2013: Windpark soll noch 2014 in Betrieb gehen, von Arno Boas (PDF)

Kontaktinformation

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